Mira Landwehr: "Vier Beine gut, zwei Beine schlecht"

Mira Landwehr: "Vier Beine gut, zwei Beine schlecht"
15,00 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

  • Nr.77
Mira Landwehr "Vier Beine gut, zwei Beine schlecht" Zum Zusammenhang von Tierliebe und... mehr
"Mira Landwehr: "Vier Beine gut, zwei Beine schlecht""

Mira Landwehr
"Vier Beine gut, zwei Beine schlecht"
Zum Zusammenhang von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung
konkret texte 77

126 Seiten
ISBN 978-3-930786-90-9

auch als E-Book erhältlich (für iBooks, Amazon Kindle, ePub)

2019

Das Buch

Der Veganismus hat Probleme: seine Popularität und seine Anhängerinnen. Der Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen verkündet stolz, „Vollveganer“ zu sein. Der rechte Esoteriker Ruediger Dahlke bereichert den Buchmarkt jedes Jahr mit einem neuen veganen „Peace Food“-Kochbuch. Holocaust-Relativierungen sind aus Diskussionen um die Ethik der Ernährung nicht wegzudenken.

In einer als unübersichtlich und chaotisch wahrgenommenen Umwelt, in der das Individuum keine Rolle spielt, scheint für manche Menschen alles, was mit dem nichtssagenden Label „alternativ“ versehen ist, ein erstrebenswerter Ort der Selbstbestimmtheit zu sein, der die Rückgewinnung von Kontrolle verspricht. Die bewusst gewählte und individuell gestaltete Lebensweise mit starker Betonung der Ernährung wird für manche zum ordnenden Korrektiv. Wird Veganismus zur Weltanschauung, gehen mit ihm mitunter eine Art Auserwähltheitsglaube sowie eine Religiosität zusammen, die sich sektenähnlich manifestieren kann.

Weite Teile der veganen Tierrechtsbewegung begrüßen Rassistinnen, Ökofaschistinnen und andere Menschenfeindinnen an Infoständen, auf Demonstrationen und als ihre medial wirksamen Fürsprecherinnen – der Schlachtruf lautet: „Hauptsache für die Tiere!“ Dieses Buch soll verstehen helfen, warum Tierliebe und Menschenhass so nah beieinander liegen und warum es so schwer ist, mit Leuten in der Szene darüber zu sprechen.

Aus dem Inhalt

Veganismus als Berufung und moralische Notwendigkeit
Erlösung durch Ernährung: Speisegesetze und Heilsversprechen
Esoterischer Gesundheitsveganismus: Der Reinkarnationstherapeut Ruediger Dahlke
Zur Problematik des Antispeziesismuskonzepts
Diese „niederträchtige KZ-Käfighaltung“: Relativierung und Instrumentalisierung der Shoah
„Save a Whale, Harpoon a Makah!“: Die Eliminationsphantasien der Meeresschützerinnen von Sea Shepherd
Hauptsache viele Stimmen für die Tiere: Die „unpolitischen“ Tierrechtsaktivistinnen von Anonymous for the Voiceless
„Unser Freiheitskämpfer Chico Guevara“: Über Täterinnen, Opfer und Projektionen
Die Zeitschrift „Tierbefreiung“ und die Befreiung von den Rechten

Die Autorin

Mira Landwehr studierte Geschichte und Germanistik. Mehrere Jahre bewegte sie sich in der Tierrechtsszene. Sie schreibt regelmäßig für konkret und bloggt unter der Adresse aufdemnachttisch.de

Ab Januar 2020 finden Buchvorstellungen statt. Interessierte Veranstalterinnen wenden sich bitte an den Verlag (verlag@konkret-magazin.de).

Pressestimmen

Landwehr ergreift selbst, wie insbesondere im Schlusskapitel deutlich wird, Partei für den Tierschutz: Dabei denkt sie allerdings das Elend der Massentierhaltung, die katastrophalen Haltebedingungen, die Verschwendung und Treibhausgasemissionen nicht als Folge ethischer Verfehlungen, sondern der Logik der Kapitalakkumulation inhärent. Dieser Fokus hebt das Buch von moralisierenden Artikeln und Pamphleten ab, bringt sie jedoch offenbar in den Konflikt mit einem bestimmten Teil der (veganen) Tierrechtsszene, den die Autorin immer wieder aus eigener Erfahrung nachzeichnet. ... Es bleibt dem Buch zu wünschen, dass möglichst viele der hier angerissenen Fäden aufgenommen werden und sich eine längst überfällige Debatte zu regressiven Tendenzen in der Tierrechtsbewegung entspinnt, ohne dabei natürlich Umwelt- und Tierschutz in Gänze zu delegitimieren, wie es auch keinesfalls Absicht der Autorin ist.

Belltower

Mira Landwehr hat eine marxistisch fundierte Analyse vorgelegt, in der auch Leerstellen der veganen Linken aufgezeigt werden. Wie notwendig das Buch ist, das übrigens mitnichten gegen vegane Ernährung argumentiert, sondern eher für einen kritischen Veganismus und eine ideologiekritische Analyse von Tierausbeutung plädiert, zeigen die Amazon-Rezensionen wütender Tierrechtler. „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“ ist ein kluges und wichtiges Buch.

Neues Deutschland

Landwehr kämpft weiterhin für ein Ende der Ausbeutung von Tieren, wehrt sich jedoch dagegen, diesen Kampf von dem für die Emanzipation der Menschen zu trennen. Ihr kluges und kenntnisreiches Buch dürfte ihr den Hass einiger Fanatiker einbringen, könnte aber auch zu einer selbstkritischen Erneuerung der Bewegung beitragen.

Sächsische Zeitung

Jahresabo Jahresabo
ab 38,00 € *
Jahrgang 2020 Jahrgang 2020
5,90 € *
konkret texte im Abo konkret texte im Abo
10,30 € * 14,72 € *
Probeabo Probeabo
12,00 € *
Jahrgang 2014 Jahrgang 2014
ab 4,95 € *
Jahrgang 2020 Jahrgang 2020
5,90 € *
konkret texte im Abo konkret texte im Abo
10,30 € * 14,72 € *
Jahresabo Jahresabo
ab 38,00 € *
T-Shirt "Icons" T-Shirt "Icons"
10,00 € *
Jahrgang 2008 Jahrgang 2008
5,50 € *
Jahrgang 2019 Jahrgang 2019
5,90 € *
literatur konkret literatur konkret
ab 2,50 € *
Jahrgang 2017 Jahrgang 2017
5,50 € *
Jahrgang 2009 Jahrgang 2009
5,50 € *
Jahrgang 2010 Jahrgang 2010
5,50 € *
Jahrgang 2011 Jahrgang 2011
5,50 € *
Jahrgang 2012 Jahrgang 2012
5,50 € *
Jahrgang 2013 Jahrgang 2013
5,50 € *
Jahrgang 2014 Jahrgang 2014
ab 4,95 € *
Jahrgang 2015 Jahrgang 2015
5,50 € *
Jahrgang 2018 Jahrgang 2018
ab 5,50 € *
Zuletzt angesehen