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Darunter steckt immer ein kluger Kopf

Ein Jahresabo von konkret hilft gegen die allgemeine Verblödung und gegen kalte Ohren: Wer jetzt konkret abonniert, bekommt eine Mütze geschenkt. (Vorsicht, nur für kurze Zeit!)

Felix Klopotek: Räte Kommunismus

»Eine Bewegung im strengen Wortsinne wird (der Rätekommunismus) nie wieder werden, aber das strebten seine Protagonisten auch schon in den 1930er Jahren nicht mehr an. Schon damals ging es darum, in realen Bewegungen zu wirken, sie zu radikalisieren und sie gegen sozialdemokratisch-bolschewistische Verballhornungen zu verteidigen. In diesem Sinne kann er heute noch gebraucht werden.«

Der Rätekommunismus ist nicht totzukriegen. Er zieht immer wieder junge Linke an und wird gerade im Zusammenhang mit den Aufständen und Protestbewegungen des 21. Jahrhunderts wieder vermehrt diskutiert. Allein über seine heute hölzern und unzeitgemäß wirkenden Texte vermittelt sich die Faszination für diese historisch kurzlebige Strömung, die eine Verbindung von Antiautoritarismus und Selbsttätigkeit mit marxistischer Theorie verheißt, allerdings kaum.

In der Reihe Theorie.org des Schmetterling-Verlags legt konkret-Autor Felix Klopotek eine Analyse vor, nach der der Schlüssel zur Aktualität des Rätekommunismus darin liegt, ihn nicht als Übergangsphänomen, »als eine weitere linksradikale Strömung in der Arbeiterbewegung zu verstehen, sondern als grundsätzliche Kritik auch an diesen«, als »schiere Notwehr« der Arbeiterinnen und Arbeiter gegen ihre Vereinnahmung durch Parteien und Gewerkschaften. Anhand exemplarischer Texte vollzieht Klopotek die historische Entwicklung nach und bietet einen theoretischen Rahmen, um aktuelle Bewegungen in ihrem Verhältnis von Spontaneität und Organisation, von Repräsentation und autonomem Handeln einzuordnen.

Gisela Elsner: Das Berührungsverbot

»Licht aus, Hüllen fallen lassen, los!«

Wenn der deutsche Spießer sexuelle Befreiung spielt, wird’s düster auf seinem Exerzierplatz. Gisela Elsner kannte die deutsche Nachkriegsgesellschaft und hatte das notwendige analytische und sprachliche Instrumentarium – sie war Kommunistin, Feministin und Antifaschistin –, um sie angemessen zu porträtieren. Voller Abscheu sezierte sie die Brutalität, mit der ihre Landsmänner und -frauen alles quälten, was das Pech hatte, ihnen in die Quere zu kommen. In ihrem 1970 erschienenen Roman Das Berührungsverbot lassen vier Ehepaare der Nazikindergeneration so die Sau raus, dass dem Leser jede Lust auf alles vergeht. Bei all dem Betatschen und Begrapschen, Zurschaustellen und Entziehen wird das Berührungsverbot letztlich aufrechterhalten: Intimität und Lust kommen dabei nirgends auf. Anlässlich seines 50. Jubiläums ist im Verbrecher-Verlag eine Neuauflage des Romans mit einem Nachwort von Veronika Kracher erschienen.

Stefan Gärtner: Terrorsprache

Aus dem Wörterbuch des modernen Unmenschen

»Die Phrase, wusste Kraus, der schon seine Welt für einen ›großen Wortmisthaufen‹ zu halten allen Grund hatte, ist der Tod des Gedankens. Die, die noch nie eine Zeile Kraus gelesen haben, wissen heute zwar über Orwell Bescheid, doch wie sie sich faselnd seinem Neusprech nähern, einer Kurzsprache, ausdrücklich zu dem Zweck geschaffen, das Denken mit der Wurzel auszureißen, dafür fehlt ihnen ebenjener Sinn, den die konforme als Terrorsprache liquidiert.«

Zwischen 1945 und 1948 schrieben Dolf Sternberger, Gerhard Storz und W. E. Süskind die sprachkritische Kolumne »Aus dem Wörterbuch des Unmenschen«, die 1957 in erweiterter Fassung als Buch erschien. Was diese Analyse des totalitär durchsetzten Vokabulars der Nachkriegszeit vormacht, unternimmt konkret-Autor Stefan Gärtner für die sprachlichen Auswüchse der totalen Freiheit unserer Tage: In 39 Beiträgen, die Begriffe wie »zeitnah«, Phrasen wie »alles gut« und Kürzel wie »lg« behandeln, entlarvt er Sprache als Ausdruck und Instrument der Verblödung. Gärtner belauscht Hipster-Eltern auf dem Spielplatz, seziert das vulgäre Gebrabbel von Sportreportern und führt den restringierten Universaljargon aus Werbung und Qualitätsjournalismus vor, dass es eine Freude ist.

Jörg Roesler: Abgewrackt

Die Wirtschaft der DDR – von der Krise zur Liquidierung

»Man kann sich auf den Stand- punkt stellen, dass eine Auseinandersetzung über die Frage, warum die DDR untergegangen ist, ob ökonomisch oder politisch bedingt …, zweitrangig ist gegenüber der Tatsache, dass sie unter- gegangen ist. Dieser Auffassung kann ich jedoch nicht zustimmen.«

Jörg Roesler (* 1940) kennt die Wirtschaft der DDR wie kaum ein anderer. Über Jahrzehnte arbeitete und lehrte er als Wirtschaftshistoriker in der DDR und nach deren Ende an vielen anderen Orten. In den hier versammelten Aufsätzen analysiert er die Endphase der DDR-Ökonomie und ihre Liquidierung durch die BRD und ihre Treuhand. Roeslers zentrale These lautet: Die DDR war 1989 keineswegs bankrott. Sie gehörte bis zuletzt zu den führenden Industrienationen und war weder von Zahlungsunfähigkeit bedroht noch aufgrund eines drastisch abfallenden Lebensstandards dem Untergang geweiht. Die zum Konsens erhobene Behauptung, das Ende der DDR sei ökonomisch determiniert und somit unausweichlich gewesen, dient vor allem der Bestätigung marktwirtschaftlicher Glaubenssätze, nach denen jede Alternative zu einer kapitalistischen Ordnung zum Scheitern verurteilt ist.

Konditionen:

Mindestbezugszeitraum: 12 Monate. Ein Abonnement verlängert sich jeweils um 12 Hefte, wenn es nicht 6 Wochen vor Ablauf des Vertragszeitraums schriftlich gekündigt wird.

Der Versand innerhalb Deutschlands erfolgt frei Haus. Im europäischen Ausland fallen jährlich Versandkosten in Höhe von 11,64 € an, weltweit belaufen sich die Versandkosten pro Jahr auf 34,92 €. Daraus ergeben sich folgende Gesamtpreise für ein Jahresabonnement:

Normales Abo

Normalbestellerinnen zahlen für das Jahresabo 58,- € bzw. 69,64 € in Europa und 92,92 € weltweit.

Ermäßigtes Abo

Mit Prämie: Das ermäßigte Abo kostet mit Prämie pro Jahr 48,- € bzw. 59,64 € in Europa und 82,92 € weltweit.

Ohne Prämie: Im ersten Jahr bezahlen Schülerinnen, Studentinnen, Auszubildende und Hartz-IV-Bezieherinnen für ein Abo ohne Prämie ermäßigt nur 38,- € bzw. in Europa 49,64 € und im Rest der Welt 72,92 €. Nach dem ersten Jahr kostet das ermäßigte Abo dann 48,- € bzw. 59,64 € in Europa und 82,92 € weltweit.

Wer das ermäßigte Abo beziehen möchte, sendet uns bitte per Post oder E-Mail einen gültigen Nachweis (dieser muss jeweils nach einem Jahr unaufgefordert erneuert werden).

Solidaritäts-Abo

Durch Soli-Abos wird zum Beispiel die kostenlose oder vergünstigte Auslieferung an Infoläden, Gefangene und Arbeitslose gewährleistet, die sich den regelmäßigen Konsum von konkret sonst nicht leisten könnten. Das Soli-Abo kostet 72,- € bzw. in Europa 83,64 € und 106,92 weltweit.

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